Sizilien - Insel der Kontraste

                       Die Insel;                                                                    Meine Reise.

Die größte Insel im Mittelmeer ist Sizilien mit 25.426 km² . Die Küstenlänge beträgt 1152 Kilometer. Gemeinsam mit einigen ihr vorgelagerten kleineren Inseln bildet sie die Autonome Region Sizilien der Italienischen Republik.

Sizilien gehört zwar zu Italien, ist aber im Grunde ganz anders als der Rest Italiens. Bunter und extremer. Zahlreiche Städte voll historischer Architektur und Pracht verleihen der größten Insel im Mittelmeer ein ganz eigenes Gepräge, das von griechisch-römischen, arabischen, byzantinischen, normannischen, staufischen und aragonesischen Elementen geprägt ist.

 

Agrigent

Das Tal der Tempel ist eine der bedeutendsten archäologischen Gebiete von Sizilien und liegt südlich von Agrigent. Es gehört zum Unesco-Weltkulturerbe und ist circa 1.300 ha groß. Damit ist es die größte archäologische Stätte dieser Art weltweit. Hier stand einst eine der größten griechischen Städte des Mittelmeerraums, Akragas. Das ist nun fast 2.500 Jahre her und so lange stehen die Tempel und Bauwerke hier schon. Einige Tempel, zum Beispiel der Concordia-Tempel, sind fast vollständig erhalten. Außerdem gibt es noch sieben weitere Tempel zu besichtigen, die Agora, eine frühchristliche Nekropole und ein unterirdisches Aquädukten-Netz. Das Tal der Tempel ist kein Tal, sondern eine Hügelkette unterhalb von Agrigent.


Der Ätna

Der Ätna ist ein aktiver Vulkan und ein wahres Naturschauspiel. Er ist über 3.300 Meter hoch und damit der höchste Vulkan Europas. Mit dem Bus oder dem Auto kann man bis zur Bergstation fahren, von hier weiter mit der kostenpflichtigen Seilbahn bis auf 2500 Meter Höhe. Weiter geht es dann mit einem Geländebus, der dich bis an den Südkrater bringt. Je nach situation der Eruption. Von oben kannst du nicht nur in erloschene Krater hinabsehen, sondern hast auch einen unglaublichen Blick auf das Meer und die rings um den Krater erstarrten Lavaströme. Überhaupt fühlt man sich hier wie in eine andere Welt versetzt. Ihr seht rauchende Erdspalten, schwarze Erde und nur vereinzelte kleine Büsche und Moosgewächs und wenige Zentimeter unter der Asche ist der Boden heiß. In der Bergstation gibt es auch ein Restaurant und ein Hotel. Auch im Sommer kann es auf dem Ätna Temperaturen um den Gefrierpunkt geben. Warme Kleidung und feste Schuhe sind also auf jeden Fall ein Muss. Außerdem lohnt es sich, die Wettervorhersage im Auge zu behalten, denn bei schlechtem Wetter sind Wanderungen auf dem Ätna verboten.


Taormina - Perle siziliens

Das Städtchen Taormina ist eine der Perlen Siziliens und kann bei einem Besuch der Ostküste nicht ausgelassen werden. Taormina liegt nur 40 Kilometer vom Ätna entfernt, auf einer Terrasse des Berges Monte Mauro mit wunderbarem Blick auf das darunter liegende Meer. Wer nach Sizilien reist, kommt an Taormina nicht vorbei. Eine Besichtigung des antiken Teatro Greco, ein Bummel durch die malerisch gelegene Altstadt und ein Blick auf den Golf von Giardini-Naxos gehören zum Besuchsprogramm vieler Tagestouristen. Aber es lohnt sich, auch länger in Taormina zu bleiben, um die Stadt und ihre Umgebung in aller Ruhe zu entdecken. - Taormina zählt zu den ältesten Siedlungsgebieten auf Sizilien: Die Stadt wurde um 1300 v. Chr. vom Volk der Sikuler gegründet und stand ab 358 v. Chr. unter griechischer und später unter römischer Herrschaft. Von dieser Epoche zeugen heute zahlreiche antike Bauwerke wie das berühmte Teatro Greco, das Taormina weltweit bekannt gemacht hat. Einer der ersten illustren Besucher von Taormina war Johann Wolfgang von Goethe, der die Stadt auf seiner Italienreise im Jahre 1787 besucht hat. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Taormina zu einem beliebten Reiseziel europäischer Adliger, und im 20. Jahrhundert suchten dort Filmstars wie Greta Garbo, Cary Grant und Elizabeth Taylor Ruhe und Entspannung.

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Mein Tipp: Besuchen Sie Taormina so früh wie möglich. Gegen Mittag wird man nur noch durchgeschoben.

 


Cefalu

Schon von weitem ist das Wahrzeichen der Stadt, der auf einer Anhöhe gelegene Normannendom San Salvatore, gut sichtbar. Hinter ihm erhebt sich die mächtige Steinmasse der 270 m hohen Rocca di Cefalù. Zwischen Dom und Meer liegt das historische Zentrum von Cefalù, dessen enge und dunkle Gassen den großen Vorteil haben, selbst in der drückenden Mittagshitze des Sommers ausreichenden Schatten zu spenden. Im 12. Jahrhundert, zur Zeit der Normannenherrschaft, erlebte Cefalù als wichtiger Hafen eine Blütezeit, verfiel aber dann, bis ins 20. Jahrhundert hinein, in einen relativ ungestörten Dornröschenschlaf, so dass seine mittelalterliche Gestalt weitgehend unangetastet blieb. Ursprünglich sollte der Dom, der ab 1131 im Auftrag des Königs von Sizilien (Roger II) errichtet wurde, als Grabstätte der Normannendynastie dienen. Bei dessen Tod war der Bau der Kirche allerdings noch nicht abgeschlossen - die Einweihung fand erst 1267 statt - so dass er in Palermo beigesetzt wurde. Beim Eintritt in den Dom werden alle Blicke sofort vom großen byzantinischen Gold-Mosaik in der Apsis angezogen, das Christus als Weltherscher zeigt.

- - Mitten in der engen Altstadt öffnet sich ein kleiner Platz, der unter flache Bögen mit Steinbecken führt, unter denen starke Quellen entspringen. Das Waschhaus, in dem noch vor wenigen Jahrzehnten Frauen wuschen, stammt aus arabischer Zeit.

 


Piazza Armerina

Spuren einer Nekropole aus dem 8. Jhdt.v.Chr. laßen vermuten, dass die antike Siedlung Hybla Geleatis in dieser Region lag. Somit bestand wohl erstmals eine arabische Ansiedlung im Stadtgebiet. Als Hauptsiedlung der lombardischen Kolonie auf Sizilien wurde die Stadt nobilissimum Lombardorum Oppidum oder aufgrund der arabischen Vorbesiedelung Casalis Saracenorum benannt. Die Stadt, die die griechische Bezeichnung Platsa resp. latinisiert Platea oder Platia erhalten hatte, wurde aufgrund einer Beteiligung an Unruhen vom Normannenherrscher Wilhelm I von Sizilien (de Hauteville) im Jahre zerstört. Zwei Jahre später, im Jahre 1163, begann Wilhelm II auf dem Hügel Mira den Wiederaufbau der Stadt Platia. Die Herrschaft ging im 14. Jhdt. an das Haus Aragon über, über die Stadt Piazza wurde 1421 ein Baron gesetzt und sie erlangte die Gerichtsbarkeit. 1492 wurden, wie aus anderen sizilianischen Städten auch, die Juden vertrieben, die bis dahin im Quartiere Canali gelebt hatten. Unter der Burbonenherrschaft wurde Piazza 1817 zum Bischofssitz erhoben. Nach der Vertreibung der Burbonen durch Garibaldi und Errichtung des italienischen Königreichs war Piazza nicht mehr die einzige Stadt mit diesem Namen, sie erhielt 1863 als Dank für die bewaffnete Unterstützung Garibaldis den Namenszusatz Armerina.  Die Villa dei Mosaici, ist ein Landsitz aus der späten römischen Kaiserzeit, welche mit prächtigsten Mosaiken ausgekleidet ist. Die Einzigartigkeit dieser such über 3500 m² erstreckenden Bodenmosaiken führten dazu, dass die Villa Romana del Casale 1997 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Der Land- oder Jagdsitz wurde wohl als privates Anwesen in der zweiten Hälfte des 4. Jhdts. erbaut. Bis ins 12. Jhdt. blieb das Anwesen bewohnt, dann wurde der Großteil durch einen Erdrutsch mit einer Schlammlawine verschüttet, die Mosaiken wurden durch die Schlammschicht über die Jahrhunderte konserviert. 1761 wurde die Villa wiederentdeckt und die Gebäude als Casale dei Saraceni fälschlicherweise den Arabern zugeschrieben. 1881 wurden erste Ausgrabungen vorgenommen, systematisch wurde das Gelände erst 1929 unter Paolo Orsi ausgegraben.


Hier der eindeutige Beweis das schon bei den Römern die Frauen den "Bikini" kannten.


Palermo

Bereits im 8. Jahrhundert vor Christus waren es die Phönizier, die hier einen Handelsstützpunkt mit dem Namen Ziz gründeten. Obwohl der Hafen nahe am hellenischen Einflussgebiet lag, wurde er als einer der wenigen Süditaliens nie griechisch. Bereits 264 vor Christus gelangte er stattdessen in die Gewalt der Römer, die diesen bis zum Ende des Imperiums und darüber hinaus halten konnten. 800 Jahre nach seiner römischen Annektierung wurde er dem Oströmischen Reich angegliedert, doch nur wenig später nahmen die sich immer mehr ausbreitenden Mauren die Stadt in Besitz. Unter ihnen begann ein neuer Aufschwung, der auch nicht von der Eroberung durch die Normannen und später den Staufern unterbrochen werden konnte – sowohl wirtschaftlich als auch kulturell. Es folgten das Herrscherhaus der Anjou – deren Herrschaft durch die Sizilianische Vesper beendet wurde – das Haus Aragonien, die Österreicher und die Bourbonen. In den letzten Jahrhunderten vor der Vereinigung Italiens – zu dem schließlich auch Sizilien mit seiner Hauptstadt gehörte – fand ein Niedergang des Ortes statt, welcher seinen Tiefpunkt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlangte, als die Mafia hier ihr größtes Zentrum etablierte und Palermo zur gefährlichsten Stadt Italiens machte. Seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts geht es jedoch wieder bergauf und das wirtschaftliche, kulturelle und öffentliche Leben Palermos blüht erneut auf.


Äolischen Inseln

Die nach dem griechischen Windgott Äolus benannten Äolischen Inseln, in der deutschen Sprache meist Liparischen Inseln genannt, liegen nördlich von Sizilien im Tyrrhenischen Meer. Zu dem Archipel zählen die sieben Hauptinseln Lipari, Vulcano, Salina, Filicudi, Alicudi, Panarea und Stromboli. Daneben gibt es noch eine Reihe kleinerer, unbewohnter Inseln und Felsklippen wie z. B. Basiluzzo und Strombolicchio.

Lipari (37,6 km²) ist die größte und bevölkerungsreichste Insel des Archipels. Der Bimsstein wurde intensiv abgebaut, und war die Wirtschaftsgrundlage der Insel. Der Abbau wurde aus Naturschutzgründen eingestellt, inzwischen stellt der Tourismus die Lebensgrundlage der Bevölkerung dar. Auf Lipari liegt auch der gleichnamige Hauptort für sechs der sieben Inseln (ohne Salina), die eine gemeinsame politische Gemeinde bilden. Die Stadt kann als das Zentrum des Archipels gelten, von hier aus verbindet ein Netz von Schifffahrtslinien alle Inseln unter sich und mit Sizilien.

Vulcano (21,2 km²), die südlichste der Liparischen Inseln, ist wegen ihrer warmen Schwefelquellen direkt neben dem Hafen eine gern besuchte Insel des Archipels. Der Vulkan Vulcano, welcher sich zurzeit einzig aber heftig durch schwefligen Gestank und Fumarolen bemerkbar macht, pflegte in der Vergangenheit in Abständen von 100 bis 150 Jahren heftig auszubrechen.

Stromboli (12,6 km²), die nach dem gleichnamigen Vulkan benannt ist, ist die nördlichste und viertgrößte Insel des Archipels. Durch seine regelmäßige explosive Aktivität ist der Vulkan der einzige noch ständig tätige Vulkan Europas. Die Insel ist mit ihren rund 160.000 Jahren die "Jüngste" unter den Liparischen Inseln


Savoca - "Der PAte" - Drehort

Schon die Fahrt nach Savoca mit dem Bus von Santa Tesera di Riva ist atemberaubend. Über einige Serpentinen geht es von Meereshöhe auf 330 Meter. Klingt nicht viel, ist aber vom Meer aus eine kleine Bergankunft.  Bei der Ortseinfahrt gibt ein Schild Hinweis darauf, dass die knapp 1.700 Einwohner zählende Dorfschönheit zur Vereinigung „I borghi più belli d’Italia  – Die schönsten Orte Italiens“ gehört. Ein paar Minuten später weiß man, warum. Savoca liegt 39 Kilometer südwestlich von Messina. Mit dem Bus von Taormina fährt man rund eine halbe Stunde. Steht auf der Tour vorher noch die Nachbargemeinde Forza d’Agrò auf dem Programm, dauert die Fahrt rund 45 Minuten. Eine Investition in Zeit, die sich auszahlt, weil die vielen Ausblicke traumhaft sind. Der Eingangsbereich ist sicher eines der meist fotografierten Motive Siziliens. Mit einem Cannolo oder mehreren Cannoli, einem feinen Cappuccino, einer herrlichen Granita oder einfach mit einem Aperol Sprizz sollte man hier den Moment genießen.

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Genau hier ist Al Pacino gesessen, als er als „Michael Corleone“ beim Barbesitzer um ein Rendezvous mit dessen Tochter „Apollonia“ bat. Auch die Bar selbst ist sehenswert. In zwei Räumen werden Bilder von den Szenen aus dem Paten ausgestellt.